Karen Webb über People-Journalismus, Medienwandel und die Macht der Live-Momente
Shownotes
Sie war über 16 Jahre eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens: Karen Webb, Moderatorin von Leute heute im ZDF – zuvor bei Sat.1, unterwegs zwischen Oscars, Royals und roten Teppichen. Heute arbeitet sie als Medientrainerin, Kommunikationscoach und Dozentin.
In der Premierenfolge von Medien Martini spricht sie mit Thomas Gierling über ihren Weg in die Medien, über frühe Stationen im Radio und Regionalfernsehen – und über die strengen Regeln hinter den Kulissen: abgenommene Texte, kontrollierte Interviews, Teleprompter-Routinen. Sie erklärt, warum sie Live-Situationen liebt, weshalb Authentizität oft mehr zählt als Perfektion – und wie man Menschen vor Publikum wirklich erreicht.
Außerdem geht es um den Medienwandel: Warum Social Media das Tempo vorgibt, weshalb lineares Fernsehen kaum hinterherkommt – und warum People-Journalismus mehr ist als Klatsch. Dazu teilt Webb persönliche Einblicke aus Begegnungen mit Stars und Royals und verrät, was sie sich selbst heute raten würde: Vertrau dir – und schieb Träume nicht auf.
Martini Royal 50-60ml Weißer Wermut 75ml Champagner/Prosecco 10ml Limettensaft 1 Scheibe Limette 1 kleiner Strauch/Blätter Minze je nach Glas (2-3 Stück) Eiswürfel
Medien Martini ist auch auf Instagram: https://www.instagram.com/medien_martini
Weitere Informationen unter: https://www.thomasgierling.de/
Moderation: Thomas Gierling Produktion: The 48forward Studios
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:14: Willkommen zu Medien Martini, der Podcast, wo es um Menschen in den Medien geht und natürlich auch um das Thema, was uns alle bewegt, der heutige Medienwandel, aber auch, wie man in den Medien lebt oder leben kann.
00:00:29: Ich freue mich sehr, denn wir feiern heute Premiere.
00:00:31: Und das ist natürlich etwas ganz, was besonderes.
00:00:34: Daher haben wir uns auch beide rausgeputzt, mein Gast und ich.
00:00:37: Wir freuen uns sehr, dass wir heute gemeinsam... Ja, diesen wunderbaren Tag feiern dürfen und ich bin total nervös, weil sie ist ein Profi durch und durch.
00:00:46: Und jetzt bin ich mal gespannt, was wir dann heute noch so alles erfahren werden, mit ihrem Medien Martini.
00:00:52: Und ich habe mir erlaubt, gerade für die erste Sendung auch ein etwas ausführliches Premieren-Intro zu machen, weil ich möchte natürlich, dass die Spannung auch steigt.
00:01:01: Das ist ganz klar.
00:01:03: Natürlich kann man deinen Namen jetzt auch schon lesen, das ist logisch bei uns auf dem Podcast.
00:01:08: Aber tun wir einfach mal so, als würden wir die Spannung aufrechterhalten und wir wissen jetzt noch nicht, wer in der Premiere sitzt.
00:01:15: Und nutzen die Infos, die wir jetzt gerade nochmal hören hier bei Media Martini, denn du bist.
00:01:21: die oder eine der bekanntesten TV-Persönlichkeiten des deutschen Fernsehens.
00:01:26: Über sechzehn Jahre warst du das Gesicht von Leute heute im ZDF zuvor bei Sat.Eins und heute erfolgreiche Medientrainerin, Kommunikationscoach und Dozentin.
00:01:38: Ich würde behaupten, keiner kennt Royals, Promis, VIPs, Red Carpets, Oscar Verleihungen und vieles, vieles mehr, so gut wie du.
00:01:49: Denn du hast es alles miterlebt und du wirst uns bestimmt den einen oder anderen Einblick heute geben.
00:01:56: Herzlich willkommen bei der Premiere von Medien Martini, Karin Web.
00:02:01: Hallo Tommy, für mich sehr geehrt, dass ich als Erste dabei sein darf.
00:02:06: Vielen Dank.
00:02:07: Für mich ist es eine Erde.
00:02:08: Vielen Dank, dass du zugesagt hast, liebe Karin.
00:02:10: Und es ist natürlich, ja.
00:02:13: Es ist ein unglaubliches Gefühl, dich hier sitzen zu haben, denn du bist bestimmt schon ganz, ganz oft in Sendungen gewesen und hast auch selber Interviews jahrelang geführt und tust das ja auch noch.
00:02:25: Deswegen bin ich ja extrem nervös heute, weil ich das Interview führen muss.
00:02:28: Ach, was?
00:02:29: Wir kennen das schon so lange von irgendwelchen Brückhafits.
00:02:31: Wir machen das wie immer.
00:02:33: Liebe Karin, du hast ja auch deinen Medien Martini heute mitgebracht, den wir gemixt haben.
00:02:38: Und das ist etwas, das passt ja wie die Faust aufs Auge.
00:02:41: Es ist der Martini Royal.
00:02:44: Der ist sensationell.
00:02:46: Mit Champagner, was hast du da noch rein?
00:02:48: Dann Limettensaft, Eiswürfel, Minze?
00:02:51: Genau.
00:02:52: Und dann noch mal weißer Wermut.
00:02:54: Also wir können nur eins sagen, der ist super lecker, oder?
00:02:57: Komm,
00:02:58: definitiv.
00:02:59: Schön, dass du da bist.
00:03:00: Danke für die Anleitung.
00:03:03: Sehr, sehr gut.
00:03:03: Sehr erfrischend vor allem.
00:03:06: Und zur Premiere.
00:03:07: Kann man sich das natürlich mit ein bisschen Champagner auch mal schön.
00:03:10: Ich sage mal schön machen.
00:03:11: Geht immer.
00:03:11: Geht immer.
00:03:12: Das Rezept stellen wir selbstverständlich natürlich in die Captions und erklären euch nochmal, wie man den richtig mixt, damit ihr den zu Hause auch nachmachen könnt, unseren Martini Royal.
00:03:21: Und ja, liebe Karin, ich hab vorhin schon gesagt, ich möchte ein bisschen ein ausführliches Intro machen, ganz viele Kennen dich selbstverständlich, sind am Bildschirm vielleicht auch sogar mit dir über die Jahre groß geworden und haben tagtäglich dich verfolgt.
00:03:36: Aber die Hintergründe, die wollen wir noch mal ein bisschen genauer erläutern.
00:03:40: über Karin Web privat.
00:03:42: Denn du wurdest in London geboren, deine Mama ist Deutsch, dein Vater britisch, indisch.
00:03:48: Ganz toll.
00:03:48: Und mit etwa vier Jahren bist du nach Nürnberg und bist später in dein Stipendium gekommen und verbrachtest ein Jahr an den USA.
00:03:55: Wie toll ist das denn?
00:03:57: Ja, ich wollte in Auslandsjahr machen und wollte unbedingt nach Kalifornien.
00:04:01: Ich habe mich da beworben und habe tatsächlich einen Stipendium für Bayern damals bekommen.
00:04:05: Es gab elf Stipendiaten und ich habe eines davon bekommen.
00:04:09: Es war sensationell.
00:04:11: Und war für dich denn irgendwann mal auch mal die Frage, dass du dort bleibst, gerade auch vom Hintergrund von deinem Papa her?
00:04:18: wie ein britischer hinter.
00:04:20: oder hast du gesagt, nein, das ist klar, das ist eine Stipendium und ich komme wieder zurück nach Nürnberg, wo du ja dann an die Uni bist.
00:04:25: London
00:04:25: Nürnberg, das ist ein kleiner Kulturschock, aber ich war sehr gerne auch in Nürnberg.
00:04:28: Also zu dem Zeitpunkt habe ich mir noch nicht gedacht, ich könnte mir vorstellen, in den USA zu leben, aber später, als ich dann beruflich auch für die Oscars jedes Jahr in LA war und ich hatte immer noch eine beste Freundin, die hat in San Francisco gelebt.
00:04:42: Wir sind zwischendurch wieder in Deutschland, aber die habe ich jedes Jahr dann noch... Besucht entweder in Verbindung mit der Reise, was ich später nicht mehr durfte, dann war ich aber trotzdem wieder dort.
00:04:52: Und da dachte ich mir schon, also ich könnte mir auch gut vorstellen, dort zu bleiben.
00:04:56: Und wenn, dann wäre es LA gewesen oder eine andere Stadt?
00:05:00: Also damals fand ich San Francisco ganz toll.
00:05:02: Also die haben San Francisco gelebt.
00:05:04: Das ist jetzt nicht mehr so schön heißt, ja.
00:05:06: Also ich war jetzt auch nicht da in den letzten Jahren, aber damals war das meine Stadt.
00:05:11: Mhm.
00:05:12: Ja, dann ... Gut, dass du zurückgekommen bist.
00:05:15: Und es wäre uns hier einiges verloren gegangen, im TV und an ganz vielen Promi-News.
00:05:22: Denn du kamst ja zurück, hast dann ein Studium begonnen und abgeschlossen in der Politikwissenschaft.
00:05:27: Wie kam das, dass du gesagt hast, ach, das ist ein Thema, was mich interessiert.
00:05:31: Auf Politik ist ja jetzt schon auch Special, vor allem ist jetzt nicht in aller Munde oft.
00:05:35: Also ich habe zuerst BBL gemacht, das Vordiplom damals in Nürnberg an der Friedrich-Alexander-Universität, bin dann nach München zur Antenne Bayern gegangen und habe Nachrichten gemacht, war dann bei der BLR, die Bayerischen Lokalradius, das sind Provider für verschiedene Sender.
00:05:51: habe Nachrichten geschrieben und vorgelesen, mit Korrespondenten gesprochen und so weiter.
00:05:56: Und da lag es einfach nahe, dann nebenbei noch ein Studium zum Thema Politikwissenschaft zu machen.
00:06:02: Und war das dann für dich so der Aussteigende Punkt, wo du gesagt hast, dass es toll, Politikwissenschaft, tolles Thema, aber jetzt zieht es mich redaktionell eher weiterhin Richtung Medien?
00:06:12: Oder wie kam es dann, dass du beim Regionalfernsehen Franken gelandet bist, beim Frankenfernsehen?
00:06:17: Frankens Fernsehen war sogar vorher schon, also ich war während des Studiums in Nürnberg, also ich war spezialisiert auf Marketing, muss man ja Praktikers machen.
00:06:27: Und ich habe einen Praktikum gemacht bei einem Radiosender in Nürnberg in der Marketingabteilung.
00:06:32: Und dann sind wir uns auf dem Flur so begegnet, Produktion, Redaktion, Marketing in der Kaffeeküche.
00:06:38: Und ich habe mitbekommen, was die Redaktion macht, interessiert mich einfach viel mehr als Texte zu schreiben für Werbespots
00:06:46: oder so was.
00:06:46: Ja, ja.
00:06:47: Und dann habe ich während des Praktikums gewechselt und als das vorbei war, das war die Zeit, da haben die ganzen lokalen Fernsehsender, also es sind gestartet, und da eben unter anderem auch Frankenfunk und Fernsehen und die haben Händeringend Moderatoren gesucht.
00:07:02: Mhm.
00:07:02: Und dann habe ich mich beworben und dann bin ich gleich ins kalte Wasser geschmissen worden.
00:07:06: Sensational.
00:07:07: Hatte eine tägliche Sendung.
00:07:09: Wow.
00:07:10: Und dann war ich drin.
00:07:11: Und im wahrsten Sinne des Wortes, weil dann ging es ja wirklich steil bergauf in der Moderationskarriere.
00:07:16: Antenne Bayern kam.
00:07:17: Genau, das war das nächste.
00:07:18: Deswegen bin ich dann nach München gezogen.
00:07:20: Das war dann der Sprung nach München?
00:07:21: Okay, sehr gut.
00:07:22: Denn da ging es dann auch dann vor die Kamera nach Antenne Bayern.
00:07:26: Du bist seit eins, oder hast du dort an Bayern live moderiert?
00:07:30: Zuerst war ich bei Vorsicht Kamera, was Fritz Egner damals moderiert hat, Assistentin in der Sendung.
00:07:37: Da gab es immer jemand, der halt so durchs Bild hüpft oder der bei den Lock vorgespielt, bei den Filmen und so weiter.
00:07:42: Richtig, richtig.
00:07:43: Und so kam ich... überhaupt zum Fernsehen.
00:07:46: Also ich war in dieser Sendung Assistentin und bei der allerersten Aufzeichnung der Sendung waren von Sat.Eins, bei den liefern Sat.Eins waren Verantwortliche da und meinten, wir suchen die Moderatorin für München für siebzehn dreißig.
00:07:59: Geht doch da zum Casting.
00:08:00: Da schließt sich der Kreis.
00:08:02: Und der Witz war, ich war dann bei diesem Casting und dann sagten wir die Maske.
00:08:06: Die haben doch schon jemanden, warum ich jetzt hier für dieses Casting da gekommen bin.
00:08:09: Das gibt's ja nicht.
00:08:09: Ja, wir haben schon jemanden.
00:08:11: Und dann dachte ich mir, warum bin ich dann hier?
00:08:13: Und dann habe ich ja dieses Casting mit diesem, leg mich am Arsch gefühlt gemacht, wahrscheinlich.
00:08:18: Vielleicht
00:08:18: gut so.
00:08:18: Ich
00:08:19: habe ja eh schon jemanden, genau.
00:08:20: Wahrscheinlich war das genau das Richtige.
00:08:22: Ja, man.
00:08:22: Dann habe ich die Sendung bekommen.
00:08:24: Also da hört man es mal wieder im wahrsten Sinne auch, dass man sagt, man muss immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, vor allem auch in den Medien.
00:08:31: Das ist ja immer das, was man auch liest.
00:08:33: Man war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in dem Fall war das ja tatsächlich so, weil sonst wäre das ja alles gar nicht so gekommen.
00:08:41: Denn es kam dann einiges, Planetopia auf Sat.
00:08:43: eins, durftest du moderieren?
00:08:45: Du warst bei dem Frühstücksfernsehen, hast die Nachrichten dort moderiert und danach kam das ZDF.
00:08:52: Und das war auch die längste Station in der Moderation, denn da warst du bei Mona Lisa zuerst und durftest dann Leute heute übernehmen als die und das Gesicht der Sendung, oder?
00:09:05: Ja, genau.
00:09:06: Und ich weiß noch, als damals für Mona Lisa jemand gesucht wurde, haben mir alle gesagt, die nehmen dich nie, weil zu der Zeit waren die Frauen dort alle blond und blauäugig.
00:09:15: War das in den Medien tatsächlich so
00:09:18: oi?
00:09:18: Und alle haben gesagt, du bist viel zu exotisch, die nehmen dich doch nie und gerade nicht für Mona Lisa.
00:09:23: und ich war damals am Anfang dreißig und dann, tja, hat doch geklappt.
00:09:27: Das muss man sich mal vorstellen, wie damals auch gar, es ist ja gar nicht so lange her, die Denkweise in den Medien war, man ist vielleicht nicht blau-blauäugig und hat nicht diesen Claudia Schiffer-Style.
00:09:39: Das ist ja... Jetzt
00:09:40: achtet mal ganz bewusst drauf, Leute mit Migrationshintergrund
00:09:43: einzustellen
00:09:43: und damals warst du noch exotisch.
00:09:45: Ja, wow.
00:09:47: Sehr, sehr spannend.
00:09:48: Und da kommen wir ja gleich noch sehr tiefer drauf, vielleicht mit dem ein oder anderen Gespräch, den wir in Media Martini heute führen dürfen.
00:09:55: Aber, liebe Karin, vielleicht vorweg nach diesem wunderbaren Infos, wie das jetzt alles kam zum Fernsehen, eine Quick and Dirty in der nächsten Mal-Frage-Runde, ein Warm-up für uns.
00:10:04: Wir sind ja schon locker.
00:10:05: Vielleicht trinken wir noch mal einen, damit es noch mal einfacher wird mit einer ja oder nein Frage.
00:10:10: Das
00:10:10: kriege ich auch ohne denen, aber der schweigt
00:10:12: so
00:10:13: gut.
00:10:13: Deswegen nehmen wir die gerne als Vorwand.
00:10:15: Ah, sehr schön.
00:10:17: Also, wir starten ein.
00:10:18: Und zwar, ich stelle jetzt einfach mal eine Frage und da sagst du immer, was du davon besser findest.
00:10:24: Ganz einfach eigentlich.
00:10:25: Simpel, oder?
00:10:26: Verstanden.
00:10:26: So,
00:10:26: los geht's.
00:10:27: Fernsehen oder Podcast?
00:10:29: Ab jetzt Podcast.
00:10:31: Klar.
00:10:32: Live oder Aufzeichnung?
00:10:33: Immer live.
00:10:35: Wirklich?
00:10:36: Weißt du, bei einer Aufzeichnung ist es nämlich so, dass alle nur ... Und bei einer Live-Sendung bist du einfach wirklich voll fokussiert, voll dabei, weil du weißt, das ist deine einzige Chance.
00:10:51: Und jetzt machst du es aber auch richtig.
00:10:53: Und vor allem bei einer Aufzeichnung.
00:10:55: Wenn was Kleines nicht klappt, Mona Lisa war auch immer aufgezeichnet, dann wird sofort nochmal gemacht.
00:10:59: Aber anstatt dass man das Unperfekte dann auch mal lässt, was ja auch authentisch ist und was ja auch zeigt, hey, dafür ist es halt jetzt auch... Live, ja.
00:11:08: Wurde dann alles rausgeschnitten.
00:11:09: Also ich immer live.
00:11:11: Immer live.
00:11:12: Sehr, sehr gut.
00:11:12: Bin ich auch dabei.
00:11:14: Promi-Trubel oder Ruhe in der Natur?
00:11:17: Unter der Woche Promi-Trubel, am Wochenende die Natur.
00:11:20: Perfekte Moderation.
00:11:21: Jetzt haben wir es ja schon fast gesagt.
00:11:22: Oder ehrlicher Versprecher?
00:11:24: Lieber einen ehrlichen Versprecher.
00:11:27: Rampenlicht oder Regie?
00:11:29: Also von Regie habe ich keine Ahnung.
00:11:31: Das ist Rampenlicht.
00:11:35: Daher noch mal herzlich willkommen, liebe Karin Web.
00:11:37: Schön, dass du bei uns bist.
00:11:38: Denn das ist so interessant, was du gerade gesagt hast, mit auch diesem Versprecher und der Aufzeichnungsstrategie.
00:11:45: Im Fernsehen hat man ja, ich denke auch bis heute, oder?
00:11:48: Immer so diesen Drang.
00:11:50: Das, was man dort sieht, muss immer schön sein.
00:11:53: Es muss perfekt sein, weil man das aus dem Fernsehen so kennt.
00:11:58: Und wie du gerade gesagt hast, wenn man vielleicht dann auch mal bei der Aufzeichnung diesen Patzer oder den Versprecher.
00:12:03: Ich sag's mal, ganz grob gesagt, drinlassen würde, würde die Ehrlichkeit und auch die Transparenz wahrscheinlich dem Publikum besser tun, oder?
00:12:12: Ja, und vor allem kann man dann auch zeigen... wie man die Situation rettet.
00:12:16: Darum geht es ja dann auch.
00:12:17: Also, dass man dann zeigte, ich komme da wieder raus und das macht ja auch eine Moderation aus.
00:12:22: Wir sind ja keine Sprechpuppen.
00:12:24: Ja, jemand, der vom Prompte abließt, bei einer Aufzeichnung, oder das macht man zehnmal bis es klappt, oder man schneidet jeden Satz zusammen, das sind ja Sprechpuppen.
00:12:32: So eine gute Moderation ist halt dann, wenn ... Das typische Beispiel, wenn das Tor umfällt und Günther Jauch schafft es dann trotzdem.
00:12:38: Das erste Tor ist schon gefallen als Gag und redet dann einfach weiter.
00:12:42: Also dann sieht man halt, was ein guter Moderator ist.
00:12:45: Und wie war das dann für dich?
00:12:47: Den Teleprompter?
00:12:48: Ihr hattet ja sicherlich auch im Studio Teleprompter.
00:12:50: War das für dich dann eher ein Freund oder Feind so ein Teleprompter?
00:12:54: Wenn man damit umgehen kann, ist es ein Freund, weil man sich einfach weniger merken muss.
00:12:59: Also wichtig ist, dass Das Publikum ist nicht bemerkt und dass man die Texte aber auch so schreibt, wie man sie sprechen würde und nicht eben die Schriftsprache, sondern so die gesprochene Sprache gleich so reinschreibt.
00:13:12: Also es ist eine große Erleichterung.
00:13:14: Und durftest du die Texte selber schreiben oder gab es eine große Redaktion?
00:13:18: Beispiel jetzt bei Leute heute, die dann gesagt haben, nein, liebe Karin, du musst das aber genau so sagen, weil wir da sonst irgendwie auf den Deckel bekommen.
00:13:26: Also es wurde jeder Text abgenommen, jeder Satz vom CVD, vom Dienst, heißt es ja, abgenommen.
00:13:32: Teilweise durfte ich auch nicht sagen, mein Highlight war, nein, mein Höhepunkt war.
00:13:36: Also da wurde wirklich ganz... Ein Highlight
00:13:38: zu Englisch ist?
00:13:38: Ja.
00:13:39: Irgendwann wurde es ein bisschen weniger streng, aber es wurde jeder Satz abgenommen, jedes Interview, wenn ich ein Interviewgast hatte oder eine Schalte, zum Beispiel zum britischen Kollegen wegen des Königshauses, weil da irgendwas war.
00:13:52: wurde jede Interviewfrage abgenommen, die wurde auch demjenigen vorher geschickt.
00:13:56: Also es war alles kontrolliert von oben bis unten.
00:13:58: Das glaubt man nicht, aber weil das sieht dann so natürlich aus.
00:14:00: Ja, das wollte ich grad sagen.
00:14:02: Aber die Freiheit hat man tatsächlich oder hab ich nie gehabt.
00:14:05: Genau, weil wenn man den Zuschauer Blickwinkel jetzt mal betrachtet, dann denkt man immer, wow, das war ja alles quasi so, wie sie es auch selber sagen würde.
00:14:14: So hat man das natürlich immer wahrgenommen.
00:14:16: Aber wenn das natürlich solche Schleifen zieht, dann kann ich mir vorstellen, was das für Vorbereitungsschlaufen und Tage waren, bis man dann wirklich jedes Wort wahrscheinlich auf die Goldwaage gelegt hat und das On-Air ausgestrahlt werden durfte.
00:14:30: Wie ist das eigentlich so heute?
00:14:31: Jetzt haben wir ganz viel auch schon drüber gesprochen über die Sechzehnjahre oder auch das ZDF.
00:14:36: Vermisst du dein tägliches Fernsehenleben?
00:14:38: Dein Alltag?
00:14:40: Nein?
00:14:40: Nein.
00:14:41: Also ich habe viele tolle... Erlebnisse erinn ich mich erinner.
00:14:45: Ich hab wirklich tolle Reisen gemacht.
00:14:47: Ich mein, wer darf schon auf dem Oscar-Teppich stehen?
00:14:49: oder jedes Jahr K-Lagerfeld-Interviewen?
00:14:51: Ich hab ganz viele tolle Sachen erlebt.
00:14:52: Wow.
00:14:53: Aber ich hab zwanzig Jahre beim ZDF verbracht.
00:14:56: Und es ist auch dann mal gut.
00:14:58: Vor allem, es war nach Corona auch nicht mehr so wie vor Corona.
00:15:03: Also, das war vor allem nur noch die Studioarbeit.
00:15:06: Und deswegen, ich mach jetzt so viele tolle Sachen durch dieses Medientraining, Präsentationstraining.
00:15:12: Das war für mich genau die richtige Zeitpunkt.
00:15:15: Ja, weil wenn man dich heute googelt, dann kommt nämlich Moderatorin, Trainerin, Dozentin und Coach.
00:15:22: Und welche dieser Rollen würde ich dir am besten beschreiben?
00:15:25: Laut Google, wenn man jetzt alle so mal ins Verhältnis setzt.
00:15:27: Ja,
00:15:27: Coach ist ja ein sehr allgemeiner Begriff.
00:15:29: Man kann ja alles Mögliche coachen.
00:15:30: Es gibt ja auch einen Yoga-Coach oder was auch immer.
00:15:32: Also was ich mache ist das, was ich all die Jahre selber gemacht habe, nämlich vor der Kamera, auf der Bühne.
00:15:37: Ich habe ja auch viele Firmen oder Events moderiert.
00:15:41: Und Interviewsgeführ zu.
00:15:43: all das, was ich die Jahre selber gemacht habe, gebe ich jetzt weiter.
00:15:46: Für,
00:15:48: in dem Fall jetzt eher in die Wirtschaft, für Unternehmen oder auch Politik, Leute, die vor der Kamera sprechen, auf der Bühne sprechen, im Teams-Meeting sprechen oder Interviews geben müssen, Umgang mit Journalisten usw.
00:16:02: Ich habe das ja gelebt.
00:16:03: Ja, all die Zeit.
00:16:04: Und heutzutage müssen Leute immer mehr vor die Kamera treten.
00:16:07: Also jeder CEO, der kann sich nicht mehr verstecken.
00:16:09: Wenn der auf LinkedIn mal zwei Wochen nichts postet, denkt man schon, den gibt's nicht mehr.
00:16:13: Und da unterstütze ich jetzt.
00:16:15: Leute in Führungspositionen.
00:16:16: Wie großartig, denn genau diese Experience, das ist ja das, was man in der heutigen Zeit benötigt.
00:16:22: Wie du sagst, LinkedIn, Social, Tech Talk, jeder CEO ist ja und muss da sein, sonst geht man ja komplett unter.
00:16:29: Und gibt dir das dann auch oft so die Bestätigung, dass du sagst, für dich selber, hey, ich habe da was richtig gemacht in meiner Vergangenheit, weil da all das, was ich gelernt habe, was ich auch durchmachen musste in verschiedensten Situationen, kann ich jetzt weitergeben.
00:16:44: Das ist etwas, wo du sagst, das ist die neue Energie, die du für dich gefunden hast.
00:16:49: Absolut.
00:16:49: Ich habe das Medientraining vorher ja auch schon gemacht.
00:16:51: Das ging nur nicht so regelmäßig oder ich konnte es nur am Vormittag machen, weil ich hatte ja eine tägliche Livesendung.
00:16:57: Ich habe das aber schon zehn Jahre vorher gemacht und das Feedback bekommen, dass ich das einfach... Lebe.
00:17:04: Ja, ich muss gar nicht groß drüber nachdenken.
00:17:05: Ich sehe sofort den Einstieg müssen wir ändern bei der Rede.
00:17:09: Den Aufbau müssen wir hier ändern.
00:17:10: Die Folien müssen wir ausmisten.
00:17:12: Die Kernbotschaften sind nicht platziert.
00:17:14: Die Nervosität kommt noch rüber.
00:17:16: Also ich sehe das einfach sofort.
00:17:17: Ich muss da nicht groß... Sorry.
00:17:20: Das Mikro ist noch dran.
00:17:22: Was vorbereiten, sondern du kriegst natürlich, wenn du das all die Jahre machst, ein Auge.
00:17:27: Also das ist in jedem anderen Job genauso.
00:17:29: Ein Friseur weiß sofort, ich muss so und so viel wegschneiden, damit die Friseur wieder sitzt oder damit der Spliss ab ist oder keine Ahnung, das ist via mein Daily Business.
00:17:40: Und wie reagiert man da?
00:17:41: Also haben dich oder wahrscheinlich erkennen dich ja auch viele, oder?
00:17:44: Also gibt es dann Situationen, die dich bewusst kontaktieren und sagen, ich brauche jetzt dieses Coaching, weil wir dich erkennen als die Karin Web vom ZDF?
00:17:54: Oder gibt es dann auch viel Mundpropaganda?
00:17:56: Wie gehen die Leute damit um?
00:17:58: Weil sie wissen ja, dass du ein Vollprofi bist.
00:18:00: Und die sind ja wahrscheinlich auch teilweise sehr nervös, wenn sie ins Coaching kommen, oder?
00:18:05: Oder vielleicht auch eher ruhig und hören zu?
00:18:08: Ja, das waren jetzt ganz viele Fragen, welche fange ich jetzt an?
00:18:10: Ob
00:18:11: sie dich erkennen?
00:18:12: Ja, also diejenigen, die die Sendung geguckt haben, erkennen mich natürlich.
00:18:16: Es gibt Leute, die haben nie um siebzehn und vierzehn und vierzehn den Fernseher an, natürlich kennen die mich nicht.
00:18:20: Aber bei einem... Millionen Publikum, wir hatten drei Millionen am Abend.
00:18:25: Allein in Deutschland.
00:18:27: Also natürlich gibt es Leute, die mich auch nach wie vor erkennen und auch gerade deswegen bei Trainings mich buchen, weil sie sagen, ich komme jetzt nicht aus irgendeinem Verlag und coache Leute oder trainiere Leute, sondern ich komme aus der Praxis.
00:18:44: Das ist, glaube ich, auch so ein USP, den ich habe, den jeder hat.
00:18:47: Ja, definitiv.
00:18:49: Also ich finde das ganz, ganz großartig.
00:18:50: Vor allem Dass du sagst all das was ich gelernt habe gebe ich jetzt oder währenddessen auch schon während der Zeit weiter weil jeder ich denke wie du sagst CEO oder natürlich auch jemand der vor seinem Team eine Rede halten muss ist in der heutigen Zeit mit den Medien immer konfrontiert und steht unter Beobachtung seines im kleinen oder größeren Rahmen.
00:19:11: Und bevor wir dazu noch mal gleich zurückkommen, die nächste Frage bezüglich Fernsehen.
00:19:16: Da müssen wir ja einfach so viel darüber reden, weil Fernsehen verändert sich, ja.
00:19:20: Und wenn ich das so aus meinem Job jetzt erlebe, wie schnell lebe ich teilweise Dinge sind oder auch wie schnell über Menschen geurteilt wird.
00:19:28: Früher ging das ja alles nur über vielleicht im Printmedium und vielleicht noch irgendwie online.
00:19:33: Mittlerweile in den Social Media-Portalen dieser Welt ist man ja sofort abgestempelt, wenn man in der Öffentlichkeit steht.
00:19:40: Und da tun wir ja... sehr viele, oftmals auch sehr leid, unberechtigterweise, nennen wir es mal so.
00:19:47: Aber gab es denn für dich mal einen Moment oder einen Tag, wo du sagst, das war für dich die größte Herausforderung, vielleicht persönlich oder auch jobbedingt, um dieses Thema Glamour, Journalismus, Clutch und Trudge unter einen Hut zu bekommen?
00:20:04: Also wo du sagst, das war jetzt eine Situation für mich, vielleicht Oscars oder woanders, dass man da die richtige Balance findet, die man auch als Moderatorin dann rüberbringen muss im TV.
00:20:16: Also wir haben ja keinen Clutch und Traged tatsächlich gemacht, sondern wir haben Pipi-Channelismus betrieben.
00:20:22: Das ist ein Unterschied.
00:20:24: Das ist da genau der Unterschied.
00:20:25: Weil viele stecken das ja immer oft unter eine Decke.
00:20:28: Also Clutch und Traged ist, wenn du irgendwas hörst, Gossip und das einfach so weiter gibst, ungefiltert.
00:20:34: So was wir aber schon gemacht haben, wir haben uns... Bestätigung geholt, wir haben nachgefragt, wir haben mehrere Quellen gesucht, bevor wir irgendwas verkündet haben.
00:20:43: Wir haben nicht gesagt, die hat ein Bauch, die ist jetzt schwanger, sondern wir haben das vielleicht beobachtet oder haben dann beim Management nachgefragt.
00:20:51: Das war journalistisches Arbeiten.
00:20:53: Es geht zwar nicht um Politik oder Wirtschaft, hat aber nichts damit zu tun, dass wir nicht journalistisch gearbeitet hätten, sondern es war Pipi-Schanalismus.
00:21:00: Und das ist der Unterschied.
00:21:02: Und findest du ... den Peoplejournalismus und das finde ich super erklärt, weil oftmals in der heutigen Zeit geht das sehr, sehr unter, weil man das ja so gar nicht mehr vielleicht betreibt.
00:21:12: Würdest du sagen, gerade auch im Hinblick öffentlich-rechtlich, ist noch weiterhin auf dieser Spur so intensiv, Peoplejournalismus zu betreiben, wenn sie etwas in diese Richtung bringen oder hat sich da was vielleicht verändert?
00:21:25: Also was sich verändert hat, ist, dass das ZDF den Peoplejournalismus komplett rausgeschmissen hat.
00:21:30: Leider Gottes!
00:21:32: Ja.
00:21:33: Ja.
00:21:34: Das bedeutet, damals hat man auch wahrscheinlich sehr viel mehr Fokus drüber gelegt, dass man auch recherchiert.
00:21:39: Also ich wollte eher vielleicht auch, ob du das mal gespürt hast, dass man im Laufe der Zeit weniger Schwerpunkte oder Arbeit in die Recherche gelegt hat.
00:21:47: Gab es solche Phasen mal oder seid ihr euch immer treu geblieben und habt gesagt, nein, die Recherche muss zu hundert Prozent safe sein, bevor wir etwas bringen?
00:21:56: Also ich kann viele Sachen... bestimmten Leuten vorwerfen, aber das nicht.
00:22:02: Also wir waren immer sauber, wir haben immer sauber gearbeitet.
00:22:05: Und wenn wir jetzt heute so in die Medien blicken, dann spricht von ihr Ort und ich muss das mal kurz ablesen, weil ich mich da immer verspreche bei diesem Wort.
00:22:13: Boulevardisierung sagt man jetzt öfters mal.
00:22:17: Wenn man eben genau das hat, dass man alles unter einen Kamm schert und nicht mehr unterscheidet zwischen klatsch und klatsch, findest du, dass das gerechtfertigt ist?
00:22:25: Das ist auch nochmal eine Begrifflichkeit, die man wahrscheinlich klären müsste.
00:22:29: Boulevard ist ja mehr.
00:22:31: Das geht ja nicht nur um Pippel.
00:22:32: Boulevard kann auch sein Kleidung, Fashion, Travel.
00:22:38: Siehst du?
00:22:38: Der Verkehrsunfall, das Tierbaby, das ist also Boulevard, ist ja viel weiter gefasst.
00:22:44: Und das, glaube ich, ist der Punkt, wo viele gar nicht das unterscheiden, sondern immer vielleicht die Vips und die Promis vor Augen haben, weil das so die große Masse... anzieht oder vielleicht auch nur kennt, oder kann das sein, dass man da in diese Richtung vielleicht denkt und das alles über ein Kamm schert?
00:22:59: Also
00:23:00: es gibt ja Boulevard-Magazine und wenn man sich diese Inhalte anguckt, was dort gesendet wird, dann ist das was anderes als nur Pippel.
00:23:07: Wie ist es denn heute, wenn du das dann siehst?
00:23:09: Beispiel vielleicht auch Thomas Gottschalk, aktuelles Beispiel.
00:23:12: Es wurde in den letzten Wochen ja so viel über ihn geschrieben, über seine Auftritte.
00:23:16: Wie gehst du persönlich damit um, wenn du jetzt Das liest oder auch siehst, wie Medien auch in Social Media darüber berichten.
00:23:23: Wie hättet ihr darüber berichtet, wenn man das jetzt zurückdenkt zu Leute heute?
00:23:27: Was hättest du dir gewünscht, vielleicht für ein Bericht darüber zu schreiben?
00:23:30: Also, das war ja nicht, es kann man ja nicht anzweifeln, dass dieser Auftritt, du meinst beim Bambi?
00:23:38: Zum Beispiel, genau.
00:23:40: Ja,
00:23:40: nicht gelungen war, das kann man ja nicht anzweifeln.
00:23:43: Wir hätten es wahrscheinlich nicht so groß gefahren, weil er ja ein ZDF-Kollege war und ist.
00:23:48: Ich hab selber mit ihm oft moderiert.
00:23:50: Ich hab die Außenwette in Nürnberg beim Wettendas moderiert und so was.
00:23:54: Beim Echo hab ich mit ihm moderiert.
00:23:56: Deswegen, das ist ein Kollege, da redet man nicht schlecht.
00:23:58: Und es gibt ja jetzt offenbar auch die Begründung.
00:24:00: Ich hab's noch nicht ganz zu Ende gelesen.
00:24:01: Jetzt ist ja die Aufzeichnung früher als die Ausstrahlung, aber offenbar ist er ja schwer krank.
00:24:06: Dichtig, genau.
00:24:07: Und ich finde, das macht schon Sinn vorher das Ganze zu hinterfragen.
00:24:11: Bevor man jemanden dann wirklich so durch den Kakao zieht.
00:24:14: Und das ist ja wahrscheinlich auch so ein Moment, was auch Journalismus eigentlich belastet, oder?
00:24:19: Weil durch die Social-Media-Thematiken das ja alles sehr, sehr schnell und kurzfristig entschieden wird.
00:24:25: Könntest du dir vorstellen, oder wie würdest du meinen, könnte das heute funktionieren?
00:24:30: Wenn man jetzt immer noch Leute heute hätte, on air, würdest du dir... Da mehr Gedanken auch drüber machen, wie man die Themen vielleicht selektiert, gerade auch zwischen Social Media.
00:24:41: Was würde da gut laufen versus Lineartv?
00:24:44: Oder wie meinst du, könnte so eine Sendung oder wie würde sie heute aussehen?
00:24:49: Wenn wir jetzt denken, es gäbe sie noch.
00:24:52: Ich war tatsächlich die Moderatorin der Sendung und viele denken ja, ich hab alles gemacht, ich hab die Themen ausgewählt, ich hab die Beiträge geschnitten und die Moderation und die Gäste und war ja nicht so.
00:25:01: Also da gab's Leute, die haben sich um die Inhalte gekümmert, also um die Themen gekümmert, da hatten wir keinen Mitspracherecht mehr oder weniger.
00:25:09: Ja, also wenn mein Chef Schlager wollte, dann waren halt immer Schlager drin.
00:25:13: Völlig wuscht, ob wir das jetzt sinnvolle achtet haben oder nicht, dann war das einfach so.
00:25:18: Und deswegen bei den Inhalten ... Da hatte ich keinen Mitsprachelrecht.
00:25:22: Jeder durfte Vorschlag machen, aber einer hat es entschieden.
00:25:25: Heutzutage würde, ich weiß nicht, wie die Sendung jetzt aussehen würde, am Ende haben wir nur noch Instagram abgefilmt und gezeigt.
00:25:33: Weil das natürlich so schnellste war.
00:25:34: Wenn Heidi Klum auf Instagram Luftballonsatz steigen lassen oder sich für Halloween verkleidet hat, dann haben wir das, obwohl schon vierundzwanzig Stunden auf Instagram war, haben wir es in der Sendung gezeigt.
00:25:44: Instagram oder die sozialen Medien sind einfach so schnell, da kommt einfach das klassische Fernsehen nicht mehr mit.
00:25:50: Und war das dann nicht auch, kann ich mir vorstellen, jetzt Challenge?
00:25:52: Weil oft in der Heidi-Klub sagt ja auch, ach ich liebe Instagram, aber da kann ich selber entscheiden, was ich kommuniziere, was ich poste und ich bin eigentlich gar nicht mehr auf Sendungen wie auch zum Beispiel Leute heute oder andere Sendungen angewiesen.
00:26:07: Das war ja wahrscheinlich genau auch so eine Challenge, die ihr dann hattet.
00:26:11: diese Nachrichten, entweder Punkt genau zeitgleich zu bringen oder dann wieder was Neues zu finden, was man noch nicht auf Instagram bei den Frommys gesehen hat.
00:26:18: Ja,
00:26:18: früher hattest du Sendezeit, heute hast du einen eigenen Kanal.
00:26:21: Das ist der Unterschied.
00:26:22: Du bist auch nicht mehr darauf angewiesen, dass jemand dich pusht oder dich zeigt.
00:26:26: Du machst es einfach selber.
00:26:27: Justin Bieber hat auf YouTube seine Songs hochgeladen und wurde zum Start.
00:26:31: Du brauchst niemanden, der über dich schreibt, über dich berichtet.
00:26:34: Du machst es einfach selber.
00:26:35: Und in der Zeit vor diesem ganzen Insta Social Media Hype, da hatte die Sendung begonnen.
00:26:40: Und jetzt hast du vorhin Karl Lagerfeld gesagt, das ist ja ein unglaubliches Idol.
00:26:44: Also, ich glaube, es gibt niemanden, der ihn nicht kennt.
00:26:47: Du durftest ihn treffen.
00:26:49: Wie war er?
00:26:50: Total süß, also wirklich total süß.
00:26:53: Wir haben in Paris immer im Rahmen der Utkotheurschauen gedreht, bei ihm im Atelier, der hat mich wirklich backstage, also auch kurz vor der Show, fünf Minuten vor der Show.
00:27:02: Und wie geht's Ihnen jetzt Herr Lagerfeld?
00:27:04: Also der war wirklich total nett.
00:27:07: Also sehr zuvorkommend, sehr, hat bereitwillig alles erklärt.
00:27:13: Ich hab am Anfang der normale Kamera dabei gehabt, noch nicht mit dem Handy fotografiert.
00:27:16: Ich hab das ganze Material auch.
00:27:20: Das ist wirklich ein ganz feiner Typ gewesen.
00:27:24: Erinnerungen,
00:27:25: die vor allem in deinem Leben wahrscheinlich niemals verschwinden werden.
00:27:29: Und wenn man jetzt an Karl Lagerfeld zurückdenkt, wie war das dann vielleicht auch mal bei den Royals?
00:27:35: Die hast du ja auch getroffen.
00:27:38: Wie gingen die mit ... dir um.
00:27:40: Wie gingen die überhaupt mit Formaten um, wo sie wussten, wenn man jetzt eine deutsche Moderatorin trifft, aus dem öffentlichen Fernsehen, haben sie sich anders verhalten?
00:27:49: oder gab es da diverse Briefings?
00:27:51: Das sind
00:27:51: Profis.
00:27:52: Also ich meine, die haben natürlich sämtliche Medientrainings und Schulungen durchgemacht, genauso wie die ganzen Hollywoodstars, die sind gepreift, die sind professionell.
00:28:00: Da muss man sich keine Sorgen machen, dass da irgendwie was Falsches rüberkommt.
00:28:04: Die wissen ganz genau, was von ihnen erwartet wird, was der journalistische Journalistin möchte.
00:28:09: Wenn man ihnen das nicht gibt, dann gibt man ihnen was anderes, sodass sie auch zufriedengestellt sind.
00:28:13: Die sind einfach so professionell.
00:28:16: Und wie läuft ja das Briefing ab?
00:28:17: Wie kann man sich das vorstellen?
00:28:18: Also die Redaktion schickt das dann an die Pressesprecher vom Palast und die wiederum geben dann zurück, ja, nein, oder ist das relativ auch spontan?
00:28:28: Also wie die Anfragen laufen weiß ich nicht, damit hatte ich nichts zu tun.
00:28:32: Das war jetzt eher, wenn ich mal ganz konkret, ich war bei Königin Sylvia und Kai Gustav im Königshaus in Schweden, das war halt ein Termin.
00:28:39: So werden genau eingefädelt hat, weiß ich nicht, aber dann fährst du halt hin und machst ein Interview.
00:28:43: Und über all die Jahre, was war dein absoluter Lieblingspromi oder dein absolutes Lieblingsinterview, obwohl du dich immer gerne zurückgeinnerst?
00:28:54: Das ist wirklich schwerweißig.
00:28:55: Also
00:28:55: viele waren, oder?
00:28:57: Natürlich, natürlich.
00:28:58: Oder eine Kategorie vielleicht, die du am liebsten getroffen hast.
00:29:04: Ich trink mal ein während dessen.
00:29:05: Auf dem Oscar-Teppich war es natürlich schon immer was Besonderes.
00:29:08: Ja, wenn dir dann ein Brad Pitt entgegen kommt oder ein George Clooney oder ein Leonardo DiCaprio und du kannst mit denen reden.
00:29:16: In Berlin bei den Events Goldene Kamera, da waren auch immer viele Hollywoodstars da.
00:29:23: Kate Winslet habe ich in Venedig getroffen, die war ganz, ganz toll auch.
00:29:27: Ja, klar.
00:29:30: Die war super, die war so toll, weil ich war gerade schwanger und sie ist ja auch so Mama und so.
00:29:35: Und die war total besorgt.
00:29:36: Setzt dich erst mal hin and sorry, have a seat.
00:29:40: Also ich habe mich total um mich gekümmert und da läuft ja immer eine Zeit rückplatz, weil da sind ja viele Medienvertreter.
00:29:45: Da hat man einen Slot, den man da hat.
00:29:47: Genau, da ist ein Slot.
00:29:48: Und ich dachte mir, oh Gott, meine Zeit läuft und ich habe noch gar keine Frage gestellt.
00:29:53: Und die war so nett.
00:29:54: Klar hat die alles auseinandergebracht.
00:29:55: Aber die war so nett zu mir, weil sie sich für mich gekümmert hat.
00:29:57: Und dann hat die Pressestelle gemeint, okay, now we are done.
00:30:00: Und dann meinte sie, nein, nein, nein, jetzt fangen wir erst an.
00:30:02: Und das war wirklich ... Wie
00:30:04: süß, das hätte ich von ihr ehrlich gesagt nicht erwartet.
00:30:07: Ich dachte, das ist vielleicht so eine Hollywood-Diva und die tut immer nur so nett.
00:30:11: Nein, nein, die war ganz toll.
00:30:12: Und diese ganzen Royalen, ich war ja auf allen Hochzeiten, und William, Harry, Charles, mit Camilla in Spanien.
00:30:22: Das waren natürlich auch ganz tolle Erlebnisse, weil du stundenlang... dabei bist.
00:30:25: Und das sind natürlich auch mal ganz besondere Herausforderungen.
00:30:28: Wenn du ein Interview gehst, hast den du gar nicht verstehst, dann musst du hinterher die Blastkapelle herumläuft und so.
00:30:34: Aber das sind so tolle Erinnerungen und das bleibt.
00:30:37: Das bleibt und auch natürlich, ich meine, das ist ja auch ein Talent, ein Moderationstalent, weil damit muss man ja umgehen können.
00:30:44: In diesem Moment, wie du vorhin gesagt hast, auch der Live-Moderation zu improvisieren, zu funktionieren, zu verstehen, ganz, ganz toll.
00:30:53: Wow.
00:30:54: Und was war dein Moment, wo du sagst, oh, den streich mal mal lieber?
00:30:58: Ähne ich mich nicht so gern zurück.
00:31:00: Vielleicht auch ein Promi, der nicht so cool war.
00:31:02: Also bei der Hochzeit von Kate und William war es so, weil wir gerade beruhigt haben, du hast ja eine Regie.
00:31:09: Und die Regie hat die Agenturen und die geben die Informationen aufs Ohr.
00:31:15: Ja, die sagen dir dann, jetzt kommt die Kutsche so und so und du kriegst einfach, und das ist auch eine Pflicht als Moderatorin, dass du das sagst, was dir dir aufs Ohr geben.
00:31:22: Du
00:31:22: musst das immer sagen.
00:31:23: Du
00:31:23: musst, also der CVD ist dein Chef sozusagen.
00:31:27: Und was der aufs
00:31:28: Ohr
00:31:28: flüstert,
00:31:29: musst du sagen.
00:31:30: Und da kam irgendwann mal, ich soll jetzt bitte sagen, dass Kate in einem hellblauen Hochzeitskleid kommt.
00:31:37: Okay.
00:31:38: Und ich.
00:31:39: Ich habe gedacht, mein Knopf im Ohr stimmt nicht.
00:31:43: Natürlich sage ich das nicht.
00:31:45: Und ich habe es einfach ignoriert und dann kam das mehrmals auf mein Ohr.
00:31:48: Und dann muss ich es natürlich tun.
00:31:51: Das Problem ist, in der Regie konnte jemand miss und miss es nicht unterscheiden.
00:31:54: Das gibt es ja nicht.
00:31:55: Die Mutter kam im Hellblown-Kleid.
00:31:56: Ich musste sagen, Kate kam im Hellblown-Kleid.
00:31:59: Ich musste.
00:32:00: Ich habe mich in Grund und Boden geschämt, aber ich musste es ja tun.
00:32:04: Das ist ja unglaublich.
00:32:05: Ich habe brauche
00:32:05: zu zögern, solange es geht.
00:32:08: Und wie oft, wie oft kam das dann auf dein Ohr?
00:32:11: Weißt du das noch?
00:32:12: Vier, fünf Mal und irgendwann habe ich es dann gesagt.
00:32:14: Also mir wird gerade zugeflüstert.
00:32:17: Was ganz Ungewöhnliches.
00:32:19: Ich weiß gar nicht mehr, wie ich mich daraus geredet habe, aber es war furchtbar.
00:32:22: Es war furchtbar.
00:32:24: Das stelle ich mir wirklich furchtbar vor.
00:32:26: Wenn du dort stehst und siehst, das ist natürlich nicht das, was du jetzt gerade sagen musst.
00:32:31: Und von
00:32:31: hinterher, das weiß natürlich keiner.
00:32:34: Was abgelaufen ist, sondern nur, was hatten die Webter erzählt?
00:32:39: Gabs wenigstens eine Entschuldigung dann vom Aufrohr.
00:32:42: Es war ja keiner zuständig dann.
00:32:43: Ja, ist klar.
00:32:44: Na, der Klassiker.
00:32:45: Das ist
00:32:45: aber keine Namen.
00:32:47: Wir trinken mal einen.
00:32:47: Schön, dass du da bist.
00:32:49: Was für tolle Insights.
00:32:50: Sensationell gut.
00:32:53: Und überall... Die Jahre, die wir jetzt eben wirklich, ich finde das ja auch, das sprengt ja leider die Zeit, aber ich könnte mit dir hier noch stundenlang sitzen und über diese ganzen Promi-News sprechen.
00:33:03: Das ist ja wirklich so hochinteressant, was du damit erlebt hast.
00:33:08: Aber dann kam irgendwann auch die Info, dass die Sendung zum Ende geht und vielleicht die erste Frage nach all den Jahren.
00:33:18: Man ist ja emotional verbunden.
00:33:20: Also ich stelle mir das so vor wie so eine kleine Ehe ja auch.
00:33:23: Das ist ja dein Baby gewesen.
00:33:24: Du hast dich ja da integriert, hast dich eingebracht, hast Dinge mit entschieden und diese Sendung zu dem gemacht, was sie ja dann auch war und wurde.
00:33:33: Und auf einmal kommt diese Nachricht.
00:33:35: Wie?
00:33:36: Ich denke, du erinnerst dich bestimmt noch gut an diesen Tag oder an das Meeting.
00:33:41: Magst du uns sagen, wie das kam, wie diese Info zu dir kam?
00:33:45: Also,
00:33:45: das war keine plötzliche Entscheidung.
00:33:46: Das waren schleichende Prozesse.
00:33:48: Das wurde Jahre vorher schon immer wieder mal diskutiert.
00:33:51: Brauchen wir überhaupt noch Leute heute.
00:33:53: Obwohl wir wirklich erfolgreich waren, wir hatten gute Quoten mit bis zu zwanzig Prozent oder über zwanzig Prozent.
00:33:58: Das ist super.
00:34:00: Aber die Frage kam immer wieder vorher schon.
00:34:04: Deswegen war es jetzt nicht so.
00:34:05: die totale Überraschung, muss ich sagen.
00:34:08: Okay.
00:34:09: Wir haben damit gerechnet, früher oder später.
00:34:12: Und als es dann final wurde, der letzte Tag, das letzte Mal, on air, wie schwer ist es dir gefallen, diese Rolle, diese prominente Rolle loszulassen?
00:34:26: Ich weiß gar nicht, ob ich es in dem Moment wirklich so realisiert habe, dass das das letzte Mal ist, dass ich diese Sendung moderiere, obwohl ich es natürlich wusste, aber ich konnte mich gedanklich auch darauf einstellen.
00:34:37: Tatsächlich habe ich diese prominente Rolle gar nicht losgelassen, weil ich kann ja jetzt viel mehr in der Öffentlichkeit sein, als ich es vorher sein konnte.
00:34:45: Zwar nicht wird es täglich und eher.
00:34:48: Aber das ZDF hat für bestimmte Bereiche, die Devise-Journalisten machen keine Werbung.
00:34:53: Ich durfte ja zu keinen Veranstaltungen gehen oder auf Instagram posten.
00:34:57: Ich bin heute im Hotel so und so oder ich bin heute im Podcast so und so.
00:35:02: Das wäre ja alles Werbung gewesen und das durfte ich nicht.
00:35:04: Insofern habe ich meine öffentliche Rolle ist ja sogar größer geworden.
00:35:07: Also ich bin jetzt, wenn man das als Kriterion nehmen will, viel häufiger, auch in der Zeitung, was auch immer als vorher, weil ich vorher bei Events auch gar nichts posten durfte.
00:35:17: Das war so strikt dann immer vorgegeben oder auch untersagt dann, weil du ein ZDF-Gesicht warst.
00:35:23: Und da quasi diese Rolle erfüllen musste.
00:35:26: Ich hab Werbespots absagen müssen.
00:35:29: Also Haar, Shampoo, Zahnpasta, Mineralwasser, weil es Werbung gewesen wäre.
00:35:33: Also wo andere auch viel Geld damit verdienen.
00:35:35: Aber es ist okay, ich hab die Anfragen ja auch nur deswegen bekommen, weil ich nicht das ZDF-Gesicht da war.
00:35:40: Also deswegen, die öffentliche Rolle ist nicht kleiner geworden, finde ich.
00:35:45: Aber das ist was ganz Schönes, finde ich.
00:35:46: Weil dann hat man natürlich dann auch nach diesem Lebensabschnitt ... Auf wie du grad sagst, ja auf alle Fälle wieder den Mut oder auch selbst diese Findung, wo man sagt, klar, ich kann jetzt ganz neue Projekte und Dinge umsetzen und man entwickelt sich ja dennoch weiter.
00:36:02: Was du ja getan hast, denn du hast dich in einer neuen Rolle, nenne ich es jetzt mal, auch wiedergefunden und bist ja sehr erfolgreich unterwegs und man sieht es ja auch auf Instagram.
00:36:12: über verschiedenste gebiete bist du im einsatz und das ist ja glaube ich das was es ausmacht weil du dir ja auch immer selber treu und vor allem auch authentisch geblieben bist in dir selber und in der moderation.
00:36:23: und wenn du jetzt wir hatten das vorhin auch kurz zum thema authentisch bleiben kann man denn sowas trainieren kommen da menschen jetzt auf dich zu sagen euch wirkt das nicht so.
00:36:34: ich bekomme das feedback das ich nicht so authentisch bin.
00:36:37: kann man das wirklich trainieren dass man sagt hey die authentizität die kann jeder haben oder ist das etwas, was man?
00:36:44: Doch,
00:36:45: das kann man schon trainieren.
00:36:46: Also es gibt Leute, die gehen auf die Bühne und verstellen sich, weil sie denken, sie müssten jetzt besonders schlau klingen oder besonders witzig klingen oder besonders was auch immer.
00:36:57: Und ich kann mit denen schon daran arbeiten, dass sie mehr sie selbst sind, damit glaubhafter rüberkommen oder vertrauen wecken, je nachdem, was denn die Intention ist von einer Rede oder des Interviews, das kann man natürlich trainieren.
00:37:10: Und gibt es dann auch so eine Geheimformel, die du ja vielleicht auch als Geheimnis dann weitergibst, wenn man Angst vor öffentlichen Auftritten hat beispielsweise, onstage zu gehen vor seinem Mitarbeiter oder vor, ich weiß nicht, vor allem beim Vortrag als Speaker?
00:37:26: Ich sag den Leuten, stellt euch mal vor, ihr seid in einem Café und sprecht mit Freunden.
00:37:32: Denn in einem Café redest du ganz normal.
00:37:34: Du hast keine komische Sprache, du redest ganz normal.
00:37:37: Du kommst sofort mit einer Kernbotschaft.
00:37:39: Du fragst sofort, wie war dein Date und fängst nicht an, was gab es als Vorspeise und war die Bedienung nicht?
00:37:44: Also, ja, die Kernbotschaften transportieren ist ja auch so wichtig.
00:37:48: Du hast eine normale ... Körpersprache, eine normale Gestik.
00:37:51: Du machst dir keine Gedanken um Charisma.
00:37:54: Du hörst auch zu und redest nicht nur.
00:37:56: Das ist so was, was vielen, glaube ich, wirklich hilft, diese Vorstellung.
00:38:01: Da sitzen nicht Leute, die dir was Böses wollen, sondern es sind Leute, die dir wohl gesonnen sind, wie die Freunde in einem Café.
00:38:09: Die sind da, weil sie dich hören wollen, weil du ihnen was zu sagen hast, weil sie dich mögen.
00:38:13: Geh mal davon aus, dass es gut wird.
00:38:14: Stimme ich davon aus, dass du scheiterst.
00:38:19: Jeder tickt ja da wahrscheinlich ein bisschen anders.
00:38:22: Manchmal sehe ich das auch tatsächlich dann hinter der Bühne oder auch bei Interviews, dass dann viele erstmal so dreimal ganz tief durchatmen, ausatmen oder aus der kinesischen Medizin sich dann gegen die Wadeln schlagen.
00:38:42: Was hältst du davon?
00:38:44: Also atmen, das ist auf jeden Fall ein Punkt.
00:38:45: Das ist gegen Schiebein treten, habe ich noch nie ausprobiert.
00:38:48: Oder ein Schnäppes mal kurz auf die Hand nehmen, habe ich auch mal gehört von einer sehr bekannten Moderatorin, die davor immer mal gerne Schnaps getrunken hat.
00:38:56: Schnell
00:38:56: jetzt keine Namen.
00:38:56: Das
00:38:57: würde ich auch
00:38:57: nicht unbedingt, ich würde den Lieberner Naft an den Doppelten nehmen als vorher ein, aber also das mit der Atmung ist auf jeden Fall richtig.
00:39:05: tief atmest, in den Bauch reinatmest, also nicht in die Brust.
00:39:09: Hand auf den Bauch und wenn du atmest, muss ich die Bauchdecke heben.
00:39:13: Das kann man üben und dann geht natürlich der Puls runter.
00:39:16: Das hilft auf jeden Fall Atmung.
00:39:18: Da bin ich überzeugt von, dass man das im Vorfeld machen kann.
00:39:21: Guter Tipp.
00:39:22: Also an alle, die jetzt zugehört haben.
00:39:24: Hoffentlich viele haben jetzt auf alle Fälle einen sehr guten Tipp mitbekommen.
00:39:29: Das mit dem Kaffee finde ich auch sehr interessant.
00:39:32: Denn
00:39:32: gerade jetzt Medienwandel.
00:39:34: Jetzt kommen wir mal zu dem anderen Thema, was uns ja auch noch sehr bewegt.
00:39:38: Es gibt so viele YouTube-Formate.
00:39:40: Es gibt so viele TikTok-Formate.
00:39:42: Und natürlich auch Podcasts.
00:39:43: Willkommen.
00:39:45: Findest du, das hat alles seine Berechtigung, dass diese Schnelligkeit.
00:39:50: der Medien so gekommen ist, wie sie kam?
00:39:53: Oder meinst du, man könnte das ein oder andere Medium vielleicht eher mal auf Plan B stellen und wir konzentrieren uns wieder auf Lineartv?
00:40:01: Wie gehst du mit dem Medienwandel persönlich um?
00:40:04: Jetzt in der Schnelllebigkeit, auch wenn man gerade denkt, wie es viele Sendungen oder auch neue Celebrities entstehen, ja, durch dieses Social-Media-Thema.
00:40:14: Also ich gucke tatsächlich so gut wie gar kein lineares Fernsehen.
00:40:18: Wirklich?
00:40:20: Also Streaming.
00:40:21: Okay.
00:40:22: Ich streame nur, ich habe auch gar kein Fernseher zu Hause, ich habe ein Beamer und eine große Wand.
00:40:28: Meine Kinder wissen auch gar nicht, wie ein Fernseher funktioniert, glaube ich, weil die auch nur noch auf dem iPad oder was gucken.
00:40:36: Ich denke, das ist einfach der Wandel der Zeit und den zu ignorieren macht ja keinen Sinn.
00:40:42: Heutzutage ist Und die Mahndfreiwilligkeit steht ganz vorne, die Möglichkeit selber zu wählen, was man anschauen will und wann man es anschauen möchte.
00:40:53: Das ist ja auch nichts, was man rückgängig machen kann, diese Entwicklung.
00:40:57: Also findest du dann, dass es eigentlich in Lineartv so klassische Fernsehshows noch überhaupt benötigt?
00:41:04: Also nennen wir mal irgendeine Live-Show wie zum Beispiel, darf man das jetzt eigentlich sagen?
00:41:09: Ich sag's jetzt einfach mal, sagen wir mal wie den Schlagerboom beispielsweise.
00:41:13: oder vielleicht auch eine RTL-Samstag-Abendshow.
00:41:17: Meinst du, sowas braucht es dann heute noch im klassischen Fernsehen?
00:41:21: Also sagen wir so, es ist natürlich ein Unterschied zum einen, ob es ein privater Sender ist oder ein öffentlich-rechtlicher, weil die Privaten finanzieren sich über die Werbung, wenn die Werbung bezahlt wird und sie gute Quoten haben.
00:41:33: Und also, was ja heißt, der Zuschauer nimmt das an, dann kann man sie auch weiter zeigen.
00:41:37: Das spricht ja nichts dagegen.
00:41:40: Klar ist aber, die Altersstruktur verändert sich.
00:41:43: bei den Öffentlich-Rechtlichen, glaube ich, sechzig, fünfundsechzig plus.
00:41:46: Ich
00:41:46: meine auch, ja, definitiv.
00:41:48: Und natürlich gibt es da Bemühungen, jünger zu werden, weiß auch nicht, ob das jetzt passiert oder ob das überhaupt möglich ist.
00:41:55: Wo
00:41:55: man die dann auch erreicht wahrscheinlich und wie man die auch catcht, unabhängig davon.
00:41:59: Ja, also für mich ist tatsächlich die Zukunft in den sozialen Medien und vor allem es gibt ja so viel Konkurrenz, wir haben ja auch die internationalen Sender, die man jetzt gucken kann.
00:42:11: Das ist es.
00:42:12: Also warum diese klassischen, für die man auch noch Gebühren zahlen muss, schauen.
00:42:17: Also weiß auch nicht, ich bin jetzt da nicht drin wie die letzten Jahre, aber ich gucke es tatsächlich kaum.
00:42:26: Wenn es jetzt so ein Format wie Leute heute noch geben würde, wie würdest du dir den wünschen, dass diese Sendung oder tatsächlich so eine ähnliche Sendung, die du so lange moderiert hast, wie meinst du, würde die heute aussehen?
00:42:39: Also sie müsste auf jeden Fall in den sozialen Medien laufen und nicht zu einer bestimmten Zeit von Montag bis Freitag,
00:42:45: weil das
00:42:46: Ding ist halt das Thema ist halt durch am nächsten Tag.
00:42:49: Das ist überall schon drin auf Instagram auf TikTok und dann kommst du viel zwanzig Stunden später mit dem Thema oder noch später um die Ecke.
00:42:57: Jeder hat schon gesehen, wer dem Bambi gewonnen hat oder wer bei den Oscars gewonnen hat und dann berichten die klassischen Medien halt zu einer bestimmten Uhrzeit später.
00:43:07: Ich würde es mir nicht mehr anschauen, dann.
00:43:09: Ja, das ist diese Schnelligkeit, ne?
00:43:11: Genau das.
00:43:12: Also du sagst, es wäre dann supertolle Sendung zu haben, die wirklich vielleicht on-point, live begleitend vielleicht in den Streaming-Dienst mitläuft oder sofort zur selben Zeit dann auch empfangen bei ist in der Mediathek.
00:43:24: Ja, oder so wie es eben jetzt passiert, dass es gibt ja Formate, die sobald eine Meldung interessant ist, geht einfach die Meldung raus und dann kann ich mir selber schauen, den Kanal abonniere ich, das interessiert mich.
00:43:36: Und dann kriege ich ja genau das, was ich möchte.
00:43:39: Findest du, das ist eine Challenge für viele Journalisten und Journalistinnen, die vielleicht heute noch im linearen Fernsehen arbeiten?
00:43:45: Und ich sage jetzt mal auch eher Richtung Best-Ager gehen versus junge Journalisten, die jetzt erst im Studium stecken und das ganze Handling lernen.
00:43:55: Was meinst du?
00:43:56: Oder was braucht es dafür ein Unterschied für ein Mindset?
00:43:58: Weil ich kann mir vorstellen, dass wahrscheinlich aus so einer Alterskultur da so ein bisschen die Rolle spielt aus der journalistischen Sicht.
00:44:05: Wo arbeite ich oder wie kann ich mich verändern?
00:44:08: Was meinst du, ist da heutzutage Ausschlaggebend, wenn man Journalist werden will oder schon ist, was den Medienwandel betrifft, wie man sich verändern muss?
00:44:16: Also ich denke, ich würde nicht nur... Eingleisig fahren, mich nicht nur mit den linearen Analogenfernseher- und Radistationen beschäftigen, sondern ich glaube, aber das macht die junge Generation ja eh.
00:44:32: Also wenn ich meine Kinder anschaue, die sind ja viel, viel weiter.
00:44:36: Ich glaube, man kann sich diesem sozialen, dem digitalen Wandel nicht entziehen.
00:44:40: Das geht gar nicht.
00:44:41: Also dafür aufgeschlossen zu sein ist, glaube ich, schon eine Voraussetzung auch für Fernsehsender, die überleben wollen.
00:44:49: Und das machen ja auch viele.
00:44:50: Es sind ja auch ganz viele, die eigene Formate haben in der sozialen Medien.
00:44:54: Also das ist mit Sicherheit ein Schritt, der dazu beiträgt, dass man vielleicht auch von anderen gesehen wird.
00:45:01: Und für dich selber, soziale Medien, TikTok, Instagram, welche Rolle spielt das für dich?
00:45:07: Also auch gerade die Art der Kommunikation, die du dann betreibst für deine Follower oder auch gerade, wenn du sagst, du willst jetzt nicht immer gleich ein Interview geben, sondern du willst das selber auch über deine Kanäle streuen.
00:45:19: Wie sehr nutzt du das in deinem täglichen Leben?
00:45:22: Ich könnte viel mehr posten als ich tatsächlich poste.
00:45:25: Das mache ich nicht.
00:45:26: Also ich mache es, damit man so eine gewisse Relevanz hat.
00:45:30: Und wenn man was Besonderes ist, oder ich gerade Zeit habe, dann poste ich es auch.
00:45:35: Also ich könnte da viel mehr machen oder ich bräuchte jemanden, den ich spreise und so was, aber das mache ich nicht.
00:45:41: Weil ich die Notwendigkeit nicht habe.
00:45:44: Ich bin ja nicht, ich sehe mich ja nicht als Influencer in dem Sinne.
00:45:46: Also es gibt ja Leute, die leben davon, die müssen da ganz anders mit umgehen.
00:45:50: Ja, ja.
00:45:51: Und aber könntest du dir das vorstellen, so ein Influencer mal zu, ein Creator nennt man das ja heutzutage, wo ich mir sagen lassen.
00:45:56: Creator, das würde doch schon auch... Cool sein, oder?
00:45:59: So Kallen-Web im Promi-Format bei dir auf Instagram.
00:46:03: Also nicht als Promi-Format, sondern ich habe mir schon überlegt, ob ich so Public Speaking-Tipps gebe, ob ich das mal ausweite.
00:46:09: Man kann da ja schon, auch flingt in, auch Kurse anbieten oder sowas, ob ich da mal mehr mich fokussiere drauf, aber das ist auch Arbeit und irgendwie... Vielleicht mal irgendwann.
00:46:20: Wenn es in der heutigen Zeit auch die Wunschshow gebe.
00:46:24: Wir bleiben mal bei dem Thema E-Moderation und TV-Fernsehformat.
00:46:28: Was würdest du dir wünschen, wo du sagst, da bin ich sofort wieder dabei, wenn du angefragt wirst?
00:46:34: Was wäre also dein Wunschformat, was heute für dich das perfekte, die perfekte Show wäre, vielleicht auch im täglichen Bereich?
00:46:41: Wie müsste die sein?
00:46:42: Wär das eher Promi, wär das eher Bull... Bully war mir jetzt gelernt, dass es keine verschiedene Themen sein.
00:46:48: Oder sagst du eher Unterhaltung im Sinne von, ja, man ist unterwegs und hat Gäste oder man hat eine Spiel-Quiss-Sendung.
00:46:56: Wie würdest du dich da so einschätzen in der heutigen Zeit für eine Show?
00:47:00: Ich glaube, ich würde mich am liebsten mit spannenden Leuten unterhalten, die was zu erzählen haben.
00:47:07: Also nicht die typischen Promis, mit denen ich bisher gearbeitet habe, sondern ... Die Stars, die man gar nicht sieht, die aber Großes bewirken.
00:47:15: Das kann jetzt jemand sein, der was Besonderes erfunden hat.
00:47:18: Das kann aber auch ein CEO sein oder ein Sportler, der was Tolles erreicht hat.
00:47:24: Und also, ich glaube, ich würde mich gerne mit Leuten unterhalten, die bei mich, bei mich für Menschen interessieren, die was Interessantes zu erzählen haben.
00:47:31: Also, es wäre wahrscheinlich so was, wie wir
00:47:33: es... Zumindest gerne tun.
00:47:34: Wollte ich grad sagen.
00:47:36: Jeffport, ich wusste doch, warum du zu meiner Premiere kommen musst.
00:47:42: Und jetzt abschließen, weil wir müssen ja leider schon zum Ende kommen.
00:47:46: Also ich weiß nicht, wie es dir geht, liebe Karin.
00:47:48: Ich könnte hier wirklich noch sehr, sehr lange mit dir plaudern.
00:47:51: Aber wir können natürlich nachfüllen.
00:47:53: Es ist ja nicht so, dass wir nichts hätten.
00:47:55: Also ein bisschen Blubberbrause können wir hier nochmal reintun für den krönenden Abschluss.
00:48:00: So zack.
00:48:01: Alle, die das jetzt bei YouTube verfolgen, die sehen ja dann auch, dass wir wirklich nachfüllen und das gar nicht nur so jetzt irgendwie Placementmäßig sagen.
00:48:10: Vielleicht abschließend noch zwei Fragen, die ich unbedingt stellen möchte.
00:48:14: Was würdest du denn deinem selbst sagen oder gerne sagen, wenn du zwanzig Jahre zurückdenkst in der Veränderung zu heute?
00:48:25: Vertrau dir selbst.
00:48:27: Es gibt immer solche und solche Meinungen.
00:48:30: Ich hatte auch mal jemanden, da war ich Praktikantin, der mir gesagt hat, ein Chef, du hast in den Medien nichts verloren.
00:48:37: Das ist ja unglaublich.
00:48:39: Du hast kein Talent für die Medien.
00:48:40: Das könnte man doch heute so fast gar nicht mehr sagen als Chef, oder?
00:48:44: Und ich hab das natürlich jetzt mich getroffen.
00:48:49: Aber das Wichtigste ist, glaube ich, dass man so sein Ziel vor Augen hat, das Ziel nicht aus den Augen verliert, an sich selber glaubt, fleißig ist.
00:48:58: Also nicht erwarten, das kommt dir alles zugeflogen, sondern du musst schon auch was dafür tun.
00:49:02: Die warten jetzt nicht drauf, dass du jetzt gerade um die Ecke spazierst, sondern ... Zeig dich und bleib auch am Boden.
00:49:09: Also ich hab immer noch meine Freunde, die ich seit der Schulzeit habe, viele von denen.
00:49:13: Ich bin, glaube ich, nie abgehoben.
00:49:16: Ich treff mich privat ganz normal mit Leuten und da redet auch keiner über den Job.
00:49:22: Und da bin ich für die nicht die Karin, die auf dem Podest gestellt wird, sondern halt die Karin.
00:49:28: Also ich glaube, das ist wichtig.
00:49:30: Und meinst du das Thema, weil du es gerade auch gesagt hast, sich selbst treu bleiben und sich sich nicht zu verstellen ist ja das allerwichtigste in der Branche.
00:49:41: Das Thema Diversity vielleicht noch kurz angeschnitten.
00:49:44: Musste man sich damals als Frau mehr beweisen?
00:49:48: War das eine im TV, eine Männerdomäne, die gerade Chef von Dienst war oder entschieden hat, wer da jetzt on-air gehen darf als Gesicht für eine Besendung?
00:49:59: Auf jeden Fall.
00:50:00: Auf jeden Fall.
00:50:00: Also Männer haben mehr bestimmt.
00:50:04: Es ist auch... jetzt so, dass ich sehr viele männliche Chefs kenne, wenn ich jetzt mal die verschiedenen Sender denke oder Redaktionsleitungen und so.
00:50:15: Ich glaube, das ist immer noch der Fall.
00:50:17: Da ist noch Luft nach oben, oder?
00:50:19: Um das ein bisschen anzupassen und das im wahrsten Sinne des Wortes bunter zu gestalten.
00:50:25: Nach wie vor.
00:50:26: Interessant.
00:50:27: Und die allerletzte Frage.
00:50:30: Welchen Traum willst du dir unbedingt noch erfüllen?
00:50:36: Also ich glaube irgendwann kommt man ein Alter, wo man Träume nicht so vor sich her schiebt, sondern Dinge einfach macht.
00:50:45: Und das ist bei mir so.
00:50:47: Ich wollte nochmal umziehen.
00:50:48: Ich habe mir eingebildet.
00:50:48: Ich brauche eine Dachterassenwohnung mitten in Schwabing.
00:50:52: Was, was sehr schön ist das, by
00:50:54: the way?
00:50:54: Ich habe sechs Jahre gesucht, habe aber dann eine gefunden.
00:50:57: Ich habe mir eingebildet, ich verreis jedes Jahr.
00:51:00: Ich war letztes Jahr in New York und in Florida und davor in Japan und Dubai und ich habe einfach Lust zu reisen und dann mache ich es einfach.
00:51:09: Ich habe jahrelang drei Jobs gleichzeitig gehabt, habe viel gearbeitet und ich mache, wenn ich ein Traum habe, passiert es einfach.
00:51:18: Ich schieb das nicht vor mir her.
00:51:20: Wie schön.
00:51:21: Und das glaube ich ist eine ganz, ganz tolle Einstellung, denn so kann man immer wieder sich die Träume erfüllen.
00:51:27: die dann vielleicht auch unverhofft kommen.
00:51:30: Wie großartig.
00:51:31: Vielen, vielen lieben Dank für deine Offenheit, deine Einblicke, auch deinen klaren Blick zu Medien, zu Öffentlichkeit, zu dir selbst.
00:51:43: Ich glaube, ich bin mir ziemlich sicher, dass, wenn man uns jetzt zugehört hat, vielleicht nochmal drüber nachdenkt, wie der Job einer Moderatorin war, sein kann und sich verändert hat.
00:51:55: Und vor allem was man daraus alles noch machen kann und macht, wenn man sich immer selbst treu bleibt.
00:52:01: Ich wünsche dir alles Liebe und ich hoffe, wir sehen uns ganz, ganz bald wieder.
00:52:05: Gerne jederzeit hier im Podcast in dieser kuscheligen Lounge.
00:52:09: Ich mixe dir auch einen neuen Medienmatin.
00:52:11: Ein
00:52:13: großes Dankeschön.
00:52:14: Es war eine Riesenehre, dass wir ja den ersten Medienmartini mit einem royalen Cocktail quasi beginnen und mixen durften und den hast du uns mitgebracht.
00:52:25: Vielen Dank für dein Medienmartini und für deine Zeit, Kaden Webb.
00:52:29: Herzlichen Dank.
00:52:30: Ich danke dir, Tom.
00:52:31: War mir eine große Ehre, dass ich heute dabei sein durfte.
00:52:34: Dankeschön.
00:52:37: Vielen Dank fürs Zuhören.
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